Rechtlergarten in Heidelheim

Heidelheim erhielt 2018, beim 26. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ einen Sonderpreis des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e. V für „den Erhalt des kulturhistorischen Rechtlergartens zur Stärkung der Dorfgemeinschaft“.
Der Gemeinschaftsgarten auf dem Dorfanger lässt sich seit 1750 kontinuierliche nachweisen. Die Nutzungsrechte am Garten entsprachen der Hofgröße. Vier doppelte Beete gehörten zu vier ganzen Höfen, 16 einfache Beete zu 16 halben Höfen. Ursprünglich diente der Garten der Aufzucht von Feldpflanzen, wie z. B. Rübenstecklingen. Deshalb wurde auch oft der Begriff „Pflanz-Stück“ für den Garten verwendet.
Im 20. Jhd. verlor der Garten seine Funktion als Saatbeet für Feldpflanzen allmählich. Nachdem bis 1973 einige Bauern die Landwirtschaft aufgegeben hatten entschloss man sich den Garten unter 16 neuen und alten Interessenten aufzuteilen.
2012 wurde der Garten um 6 Beete verkleinert und die Fläche dem Dorfanger zugeteilt. Mit Zuschüssen vom Amt für ländliche Entwicklung und der Stadt Selb konnte die Zaunanlage des Gartens erneuert werden. In Eigenleistung übernahmen die Heidelheimer die komplette Montage des Zaunes, verlegten Kopfsteinpflaster und füllten Erde an den gemauerten Sockel an.
Der 500 m² große Garten wird momentan von sechs Familien bewirtschaftet.

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